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Fall 09 · Band 3–4 · Karten aufgeklappt Band 3–4: ADL auf Stufe 3 — Trocken-Kasten fehlt bewusst Mehr Weniger

Trigger: ✓ Grenzen · ✓ Trockenwerden

Malen 1Hände 2Bewegung 1Dranbleiben 1Hören 1Sehen 1Denken 1Gefühle 1Selbstständigkeit 3Sprechen 1

Worauf es hier ankommt: Beide Trigger sind gesetzt, unten steht trotzdem nur EIN Kasten: „Kurz zu den eigenen Grenzen“. Der Trocken-Kasten gilt nur für Band 5–6 und fehlt hier kommentarlos.

rot gestrichelt: die Produkt-Brücke blau gestrichelt: die zwei Schlusskästen

Die zwei Kästen hängen an de-schlusskasten und sind bewusst ungestylt. Marie soll über Platzierung, Reihenfolge und Wortlaut urteilen, nicht über die Optik – die gibt es noch nicht.

Vorschule mit Marie · Dino Dagobert

Euer Ergebnis im Überblick

Schön, dass du dir die Zeit nimmst.

Momentaufnahme vom 31.08.2026 · Altersband 3–4 Jahre

Zur Erinnerung: Dieser Vorschul-Check ist eine Orientierungshilfe – kein Test und keine Diagnose.

Entwicklung passiert in Schritten – und die kommen bei Kindern zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten.

Ein Gedanke vorweg: Zwischen einem Kind, das gerade drei geworden ist, und einem, das bald vier wird, liegt fast ein ganzes Jahr. Stell dir daneben ein neugeborenes Baby und eines mit einem Jahr vor – dann siehst du, wie viel in so einer Zeit passieren kann. Wenn dein Kind noch am Anfang dieses Jahres steht, darf hier vieles offen sein.

Schon stark

Hier ist dein Kind schon stark – du kannst dich entspannt zurücklehnen

  • Malen Graphomotorik

    Für ein Kind ist ein Kringel auf dem Papier nicht einfach ein Kringel – er ist ein Hund, ein Auto oder Mama.

    Weiterlesen – Graphomotorik Weniger anzeigen – Graphomotorik

    Dieser Schritt, bei dem eine Bewegung etwas bedeutet, ist in der Graphomotorik mindestens so wichtig wie die Form selbst.

    Wenn das schon gelingt, ist ein großes Stück geschafft. Wie genau die Linien dabei sind, ist erst der zweite Punkt.

  • Bewegung Grobmotorik & Körperwahrnehmung

    Rennen, klettern, hängen, springen – bei all dem meldet der Körper die ganze Zeit zurück, wo er gerade ist und wie viel Halt er hat.

    Weiterlesen – Grobmotorik & Körperwahrnehmung Weniger anzeigen – Grobmotorik & Körperwahrnehmung

    In der Grobmotorik ist dieses Zurückmelden die Grundlage für alles, was obendrauf kommt.

    Bei deinem Kind funktioniert das schon richtig gut. Da darfst du entspannt zuschauen und dich einfach mitfreuen.

  • Dranbleiben Konzentration

    Ein Kind spielt nicht auf ein Ende zu. Es hört auf, wenn es genug hat – nicht, wenn etwas fertig ist.

    Weiterlesen – Konzentration Weniger anzeigen – Konzentration

    Bei der Konzentration geht es in diesem Alter nicht nur ums Zuendebringen, sondern vor allem darum, überhaupt eine Weile bei einer Sache zu bleiben.

    Und das gelingt deinem Kind schon richtig gut.

  • Hören Auditive Wahrnehmung

    „Was hast du gesagt?" klingt nach Nicht-Zuhören und ist oft das Gegenteil: Das Kind hat gemerkt, dass etwas fehlt, und holt es sich zurück.

    Weiterlesen – Auditive Wahrnehmung Weniger anzeigen – Auditive Wahrnehmung

    In der auditiven Wahrnehmung ist dieses Merken mindestens so viel wert wie das Verstehen beim ersten Mal.

    Bei deinem Kind ist davon offenbar schon einiges da.

  • Sehen Visuelle Wahrnehmung

    Ein kleines Kind sucht nicht Reihe für Reihe. Der Blick springt, bleibt hängen, springt weiter – und findet trotzdem.

    Weiterlesen – Visuelle Wahrnehmung Weniger anzeigen – Visuelle Wahrnehmung

    In der visuellen Wahrnehmung ist dieses Springen die erste Art zu suchen, und für dieses Alter genau die richtige.

    Beim Finden ist dein Kind schon richtig gut unterwegs.

  • Denken Kognition / Denken & Merken

    Kinder merken sich selten einzelne Sachen. Sie merken sich, was zusammengehört: der Becher zum Frühstück, die Mütze zur Jacke, die Geschichte zum Bild.

    Weiterlesen – Kognition / Denken & Merken Weniger anzeigen – Kognition / Denken & Merken

    Beim Denken und Merken entsteht daraus ein Netz, in dem Neues Halt findet.

    Dass sich bei deinem Kind davon schon so viel gefunden hat, ist ein schöner Stand.

  • Gefühle Emotionen

    Gefühle erkennt ein Kind meistens zuerst bei anderen: dass jemand traurig ist, sieht es früher, als es das eigene Gefühl benennen kann.

    Weiterlesen – Emotionen Weniger anzeigen – Emotionen

    Bei den Emotionen ist dieser Blick nach außen der Anfang von allem, was später nach innen geht.

    Bei deinem Kind ist davon schon viel da.

  • Sprechen Kommunikation

    Vieles von dem, was zwischen zwei Menschen ankommt, läuft gar nicht über Wörter: ein Blick, ein Zeigen, ein Ton in der Stimme.

    Weiterlesen – Kommunikation Weniger anzeigen – Kommunikation

    In der Kommunikation gehört das alles mit dazu, nicht nur der fertige Satz.

    Bei deinem Kind ist davon schon viel unterwegs.

Spielerisch üben

Das könnt ihr spielerisch trainieren

  • Hände Feinmotorik

    Ein Knopf ist für kleine Hände eine knifflige Sache: festhalten, drehen, durchschieben, und das gleichzeitig.

    Weiterlesen – Feinmotorik Weniger anzeigen – Feinmotorik

    Vieles davon sortiert sich bei deinem Kind gerade erst.

    Solche Griffe stecken überall im Tag: Teig kneten, Salatblätter zupfen, Brot schmieren, Papier reißen. Und wenn dabei die Hälfte danebengeht: Die Hände haben trotzdem trainiert.

Und wenn euch die Ideen ausgehen: Bei Dagobert wachsen nach und nach Spiele und Materialien zu diesen Bereichen.

Genauer hinschauen

Hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen

  • Selbstständigkeit ADL / Alltagsfertigkeiten

    In der Kita zieht dein Kind vielleicht Jacke und Schuhe allein an, zu Hause streckt es dir den Fuß hin.

    Weiterlesen – ADL / Alltagsfertigkeiten Weniger anzeigen – ADL / Alltagsfertigkeiten

    Für dein Kind sind das zwei verschiedene Situationen – mit 3 oder 4 Jahren hängt Selbermachen noch stark an Ort und Ablauf.

    Sieh einmal hin, wo es leichter geht als zu Hause. Meist steckt dahinter ein Ablauf, der jeden Tag gleich ist: derselbe Platz, dieselbe Reihenfolge, dieselbe Zeit. Such dir davon eine einzige Sache aus – wo die Schuhe stehen, wann die Jacke drankommt – und lass sie zu Hause eine Weile gleich bleiben.

  • Mehrere Bereiche gemeinsam

    Schön, dass du dir die Fähigkeiten deines Kindes einmal Bereich für Bereich angeschaut hast.

    Weiterlesen – Mehrere Bereiche gemeinsam Weniger anzeigen – Mehrere Bereiche gemeinsam

    Das hier ist ein Check, keine Diagnose. Herausgekommen ist, dass es bei manchen Bereichen sinnvoll wäre, genauer hinzuschauen.

    Und genau dazu rate ich dir aus meiner täglichen Arbeit: Schau dir diese Bereiche in Ruhe an.

    In diesem Alter entwickelt sich vieles noch sprunghaft und in ganz eigenem Tempo. Genau deshalb lohnt es sich, diese Bereiche einfach mit im Blick zu behalten.

    Und falls du unsicher bist oder mit dem, was du hier liest, nicht weiterkommst: Du kannst dich damit jederzeit an euren Kinderarzt wenden, zum Beispiel bei der nächsten U-Untersuchung.

Alle Fähigkeiten im Überblick

Platzhalter: Einleitungssatz zu Teil C. (Marie, P-M6)

Schon stark

Graphomotorik Malen Schon stark

Mein Kind …

  • hält den Stift locker, sicher und geschickt (Dreipunktgriff)
  • malt innerhalb der Begrenzungslinie vollständig aus
  • malt Dreiecke, Vierecke und Kreise
  • malt ein vollständiges Selbstbild (Kopf, Rumpf, Arme, Beine, Finger, Gesicht, Haare)
  • fährt vorgegebene Linien mit dem Stift nach
Grobmotorik & Körperwahrnehmung Bewegung Schon stark

Mein Kind …

  • macht einen Hampelmann über zehn Sekunden
  • hüpft auf einem Bein und im Schlusssprung
  • macht eine Vorwärtsrolle
  • bewegt sich sicher auf dem Spielplatz (klettert, schaukelt sich selbst an)
  • wirft und fängt Bälle
  • balanciert vorwärts und rückwärts auf leichten Erhöhungen
  • läuft die Treppe im Wechselschritt
  • benennt Körperteile an sich und am Bild (inkl. Schulter, Knie, Ellenbogen)
  • spürt Temperaturunterschiede und reagiert darauf
  • unterscheidet links und rechts am eigenen Körper
Konzentration Dranbleiben Schon stark

Mein Kind …

  • arbeitet bis zu zehn Minuten konzentriert
  • bleibt bei einer Beschäftigung dabei – auch nach kurzer Unterbrechung – und bringt sie zu Ende
  • ist in der Lage, sich selbst zu beschäftigen
  • lässt sich nicht sofort von Geräuschen/Geschehen drumherum ablenken
Auditive Wahrnehmung Hören Schon stark

Mein Kind …

  • spricht Quatsch-Worte richtig nach
  • versteht geflüsterte Worte
  • erzählt Kurzgeschichten nach (ca. zehn Sätze)
  • singt ein Lied / sagt ein Gedicht auf
  • erkennt Reime und klatscht Silben
  • setzt mehrteilige Aufträge um
Visuelle Wahrnehmung Sehen Schon stark

Mein Kind …

  • findet in Wimmel-Bildern vorgegebene Bilder wieder
  • ordnet Formen zu (Kreis = Uhr, Teller, Rad …)
  • erkennt Bilder und Bildzeichen wieder (WC, Ausgang …)
  • benennt die gängigen Farben
  • baut Gebilde nach Vorlage nach
  • orientiert sich auf dem Blatt (oben/unten, Startpunkt)
  • erkennt den eigenen Namen geschrieben wieder
Kognition / Denken & Merken Denken Schon stark

Mein Kind …

  • zählt vorwärts und rückwärts bis 10
  • erkennt Würfel-/Fingerbilder bis 6 auf einen Blick und die Ziffern 1–10
  • kategorisiert (Oberbegriff für gleiche Dinge)
  • versteht und benutzt Lagewörter (in, auf, über, unter …)
  • versteht altersgerechte Spielregeln/Aufgabenstellungen
  • zählt Dinge korrekt ab
  • unterscheidet mehr/weniger/gleich viel
  • arbeitet kleine Aufgaben Schritt für Schritt ab
  • versteht Zeitbegriffe (gestern/heute/morgen …)
Emotionen Gefühle Schon stark

Mein Kind …

  • spielt Rollenspiele
  • verteidigt eigene Grenzen und achtet die Grenzen anderer
  • hält sich an Regeln, Grenzen, Abmachungen
  • löst sich, wenn nötig, über mehrere Stunden von Bezugsperson
  • benennt mindestens fünf verschiedene Gefühle
  • holt, wenn nötig, sich selbst und/oder anderen Hilfe
  • reagiert bei Misserfolg/Verlieren altersgerecht
  • wartet ab, bis es an der Reihe ist
  • findet selbstständig Spielpartner
  • kann sagen, was es gut kann und was ihm noch schwerfällt
Kommunikation Sprechen Schon stark

Mein Kind …

  • spricht verständlich (auch für Außenstehende)
  • nimmt Blickkontakt auf und hält ihn im Gespräch
  • äußert Wünsche und Bedürfnisse in Worten
  • stellt Fragen, wenn es etwas nicht versteht
  • erzählt von Erlebnissen so, dass andere folgen können

Spielerisch üben

Feinmotorik Hände Spielerisch üben

Mein Kind …

  • schneidet mit der Schere entlang einer Linie
  • benutzt Leimstift/Kleber und klebt an die vorgegebene Stelle
  • reißt, knüllt und faltet Papier (an der Linie)
  • beherrscht einen Doppelknoten
  • passt seine Kraft an – mal sanft, mal kräftig
  • benutzt Spitzer und Radiergummi selbstständig
  • öffnet und schließt Knopf- und Reißverschlüsse

Genauer hinschauen

ADL / Alltagsfertigkeiten Selbstständigkeit Genauer hinschauen

Mein Kind …

  • putzt sich selbstständig die Nase
  • nennt Vor- und Nachnamen und weiß, wo es wohnt
  • isst mit Messer und Gabel
  • schmiert/belegt sich selbstständig Brot
  • ist trocken / Toilettengang & Händewaschen verlässlich
  • zieht sich selber an und aus
  • orientiert sich in bekannter Umgebung (findet den Ausgang)
  • erkennt eigene Sachen, holt Materialien und räumt sie weg

Kurz zu den eigenen Grenzen

Hier werde ich deutlicher als sonst, weil es mit Kinderschutz zu tun hat. Grenzen zu verteidigen und die der anderen stehen zu lassen — das sind zwei Dinge, die viele Kinder in diesem Alter noch üben. Der Grund, warum sie mir wichtig sind, liegt weiter weg als der Streit um die Schaufel: Übergriffe auf Kinder fangen selten mit Gewalt an. Sie fangen damit an, dass eine Grenze ein Stück überschritten wird, nichts passiert und daraus ein Geheimnis wird. Ein Kind, das sein Nein kennt, merkt diesen ersten Schritt eher.

Das Üben dafür liegt im Schönen: beim Kitzeln, beim Umarmen, beim Toben. Dort kann dein Kind erleben, wie ein Nein wirkt — am deutlichsten, wenn du es aussprichst: „Du hast Stopp gesagt, ich höre auf." Danach darf es ruhig weitergehen, wenn dein Kind will; wichtig ist der Moment dazwischen.

Umgekehrt ist es schwerer: Mitten im Toben zu bremsen kostet ein Kind mehr, als selbst Stopp zu sagen. Wenn dein Stopp erst einmal untergeht, kannst du es übernehmen — das Spiel anhalten, kurz benennen, was gerade war, und dann gemeinsam weitermachen. Mit der Zeit übernimmt dein Kind dieses Anhalten selbst. Und je öfter dein Kind erlebt, wie es sich anfühlt, wenn ein Stopp gilt, desto eher merkt es auch, wenn etwas anders läuft — bei anderen Kindern und bei Erwachsenen.

Platzhalter: Abschlusszeile mit dem Standardhinweis auf Kinderarzt und U-Untersuchungen. (Marie)

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